Das Barbara-Denkmal: ein Stück Koblenzer Geschichte

Die evm unterstützt die Restaurierung des Barbara-Denkmals in Koblenz von Beginn an – dieses Mal im Rahmen der evm-Ehrensache.

Das Barbara-Denkmal steht wieder. Zu verdanken ist das dem Verein der Freunde und Förderer Barbara-Denkmal e.V. Seine Mitglieder setzen sich bereits seit vielen Jahren leidenschaftlich für den Wiederaufbau des Bauwerks ein. Die evm unterstützte das Engagement von Beginn an. Am 24. Januar erhielt der Verein im Rahmen der evm-Ehrensache eine weitere Förderung. Claudia Probst, Leiterin der kommunalen Betreuung Städte und Gemeinden bei der evm, übergab gemeinsam mit Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig den Spendenbetrag. „Das Barbara-Denkmal wurde 1907 erbaut und 1956 komplett abgerissen. Jetzt wurde das Denkmal weitgehend wiederhergestellt“, erklärte der Oberbürgermeister. „Das Gefallenenehrenmal ist in Deutschland einmalig, da es mit seiner Symbolik die Sehnsucht der Menschen nach Frieden ausdrückt.“ Nachdem die Restaurierungsarbeiten an den Skulpturen des symbolträchtigen Denkmals abgeschlossen sind, soll die Förderung nun in den Wiederaufbau der Brunnenfunktion fließen.

Das erste halbe Jahrhundert des Denkmals

Erbaut wurde das stadtbildprägende Barbara-Denkmal im Jahr 1907. Fast ein halbes Jahrhundert erinnerte das Kunstwerk in der Koblenzer Innenstadt an die gefallenen Artilleristen des Rheinischen Feldartillerie Regiment Nr. 8. Die Skulptur der namensgebenden heiligen Barbara wird eingerahmt von den allegorischen Figuren Krieg und Frieden und soll die Menschen zum Frieden inspirieren. 1956 musste das Bauwerk einer neuen Verkehrsplanung weichen, wurde abgebaut und von der Stadt eingelagert. Als man es zufällig wiederfand, waren bereits erhebliche Schäden entstanden.

Die Restaurierung beginnt

Im Jahr 2010 begann der Einsatz für den Wiederaufbau des Denkmals. Ehemalige Artilleristen nahmen Gespräche mit der Stadtführung auf. Sie wiesen darauf hin, dass nun eine letzte Möglichkeit zur Rettung des Denkmals bestand, bevor die Verwitterung zu weit fortgeschritten sein würde. Ein Stein war ins Rollen geraten. Im Frühjahr 2011 gründete sich der Verein der Freunde und Förderer Barbara-Denkmal e.V.. Er schloss Verträge mit der Stadt und dem örtlichen Dienstleistungszentrum der Bundeswehr in Koblenz ab, die das Vorgehen bei den Restaurierungsarbeiten regelten. Basierend darauf begann die Bergung der Figuren. Ein Steinmetzmeister und diplomierter Steinrestaurator rettete die Reste des Barbara-Denkmals und restaurierte sie im Anschluss. Am 21. März 2015 war es soweit: Das Barbara-Denkmal wurde an die Stadt Koblenz übergeben.

„Das Wasser muss am Denkmal sprudeln“

Während der gesamten vierjährigen Bauzeit unterstützte die evm die Arbeiten zur Wiederherstellung. Und so ist es der evm und ihrem Vorstandsvorsitzenden Josef Rönz mit zu verdanken, dass das Barbara-Denkmal in Koblenz wieder seinen Platz eingenommen hat. Nach mehreren Erweiterungen, wie beispielsweise der Installation der Beleuchtung, in den vergangenen drei Jahren soll nun die Brunnenfunktion wiederhergestellt werden. Ein durchaus kostenintensives Vorhaben, das durch Spenden finanziert werden soll. Damit diese kräftig sprudeln, macht der Verein mit einem Buch auf das Barbara-Denkmal aufmerksam. Das 344 Seiten starke Werk bietet Einblicke in die bewegte Geschichte des Denkmals. Dabei stammen die Texte komplett von ehrenamtlichen Autoren und Lektoren. Die Produktionskosten decken zweckgebundene Spenden. Der Erlös aus dem Verkauf der Bücher kommt daher in vollem Umfang dem Projekt „Das Wasser muss am Denkmal sprudeln“ zu Gute. Sein Ziel ist es, dass spätestens im Jahr 2019 der Brunnen in Betrieb gehen kann.

Die evm wünscht dem Verein weiterhin alles Gute und viel Erfolg bei seinem Vorhaben. Wenn Sie das Kulturprojekt mit dem Kauf eines Buches unterstützen möchten, fragen Sie im Buchhandel nach ISBN 978-3-936436-30-3 oder wenden Sie sich an den Verein der Freunde und Förderer Barbara-Denkmal e.V.

Telefon: 06742-8061818

E-Mail: hglump1512@aol.com