Das große Leuchten

Unter neuer Regie geht das Festungsleuchten auf der Festung Ehrenbreitstein in die sechste Runde. Die evm unterstützt die Veranstaltung.

Zum Monatswechsel vom März in den April lohnt es sich, lange wach zu bleiben. Denn vom 29. März bis zum 2. April und vom 6. bis zum 8. April strahlt die Festung Ehrenbreitstein wieder in einem ganz besonderen Licht. Ab Einbruch der Dunkelheit bis Mitternacht erleuchten Größen der internationalen Lichtkunstszene die ohnehin schon eindrucksvolle Kulisse. Das erste Mal veranstaltet Lumen in Art BV aus den Niederlanden dieses Jahr das Festungsleuchten. Dahinter steckt mit Robbert ten Caten einer der „Väter“ des zweitgrößten Lichtkunstfestes in Europa, der GLOW in Eindhoven. Auf die Erfahrung des bewährten Teams rund um Richard Röhrhoff muss die Veranstaltung allerdings nicht verzichten, denn auch er ist wie in den vergangen Jahren an der Durchführung des Festivals beteiligt.

Lichtgeschichte an historischer Stätte

Seinen Ursprung hat das Festungsleuchten in der Bundesgartenschau, in deren Rahmen das Projekt „Lichtströme“ entstand. Diesen Ansatz wollte Richard Röhrhoff nicht aufgeben. Seinerzeit war der Veranstaltungsmanager schon acht Jahre für die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz tätig. Der Auftrag: den damals – wie es Richard Röhrhoff nennt – verwunschenen Ort lebendig zu machen. Sein Konzept ging auf. Viele Jahre organisierte er Historienspiele und brachte den Besuchern so die 3000 Jahre alte Geschichte der Festung nahe. Dabei gibt er einen Einblick in alle Epochen – von den Kelten über die Römer und die mittelalterlichen Ritter bis zu den Preußen. Das Festungsleuchten hat sich in den vergangenen sechs Jahren als fester Bestandteil dieses Gesamtkonzepts für die Festung etabliert. Und ist nicht mehr wegzudenken. Aus der ganzen Region und sogar von weiter her kommen Menschen und freuen sich an der Magie des Lichts. Wer einen ganz besonderen Abend verbringen möchte, sollte sich einen der insgesamt acht Termine freihalten.

Komposition aus Klang und Licht

Besucher dürfen sich in diesem Jahr auf eine Vielfalt an Licht- und Klanginstallationen freuen, die sich über alle Bereiche der Festung erstreckt. Dienten in der Vergangenheit vorrangig ihre mächtigen Wände als Projektionsfläche, bespielen die Macher ab diesem Jahr auch die Burggräben und Plätze auf dem Festungsgelände. So lädt beispielsweise ein Meer aus riesigen Pusteblumen zum Lustwandeln ein. Turbulent wird es mit einer großartigen Lichtshow auf dem oberen Schlosshof aber auch alte Bekannte wie die beliebten Schattenspiele sind dabei.

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Unterstützt wird das strahlende Spektakel auch in diesem Jahr wieder von der evm. Dazu Christian Schröder, Unternehmenssprecher bei der evm: „Die evm ist fest in der Region verankert – mit unserem Engagement für solche Projekte möchten wir ihr etwas zurückgeben. Unser Beitrag für das Festungsleuchten hilft dabei, dass Koblenz als wichtiges Kulturzentrum in Rheinland-Pfalz erhalten bleibt.“

So kommen Sie zur Veranstaltung

Sie erreichen die Burg Ehrenbreitstein vom Deutschen Eck aus mit der Seilbahn. Von dort aus schweben Sie hinauf zur Lichtshow. Der Eintritt richtet sich nach den regulären Eintrittspreisen der Festung. Erwachsene bezahlen 7 Euro, Schüler 4,50 Euro, Kinder 3,50 Euro. Die Öffnungszeiten werden während der Veranstaltung angepasst: Ab Einbruch der Dunkelheit bis Mitternacht laufen die Licht- und Klanginstallationen in Dauerschleifen. Die letzte Seilbahn fährt um 0:30 Uhr wieder nach unten.