Elektromobilität: Spielerisch sparen, zu Hause tanken

Dr. Ulf Hambach fährt seit gut drei Monaten elektrisch. Um es sich so einfach
wie möglich zu machen, nutzte er das evm-Paket eMobilität.

„Kurve voraus, vom Gas gehen.“ Diese knappe, aber klare Anweisung erhält Dr. Ulf Hambach jeden Morgen auf dem Weg in seine Praxis, immer kurz nachdem er das Ortsausgangsschild von Bassenheim passiert. Aber nicht etwa von einem ängstlichen Beifahrer, der auf ein Drosseln der Geschwindigkeit drängt. Sein neuer E-Golf gibt ihm diese Empfehlung. Schriftlich. Im zentralen Display zwischen den beiden Rundinstrumenten. Und Dr. Ulf Hambach tut, wie ihm geheißen. Zumindest üblicherweise.

Wer nun aber glaubt, der Kardiologe ließe sich von seinem Auto herumkommandieren, ist auf dem Holzweg. „Für mich ist das eine Art Spiel, bei dem es darum geht, mit so wenig Strom wie möglich zu fahren“, begründet er. Tatsächlich hilft ihm die in seinem neuen Auto eingebaute Technik dabei, die in den Akkus gespeicherte elektrische Energie effizient zu nutzen. Für diese Unterstützung verwendet der Bordcomputer unter anderem Daten aus dem Navi. Die Maschine weiß, wann es bergauf, bergab, geradeaus oder eben um eine Kurve geht und generiert aus diesen Informationen nützliche Hinweise für den Menschen hinter dem Lenkrad. Im konkreten Fall bedeutet dies: Wer rechtzeitig vor der Kurve den Fuß vom Gaspedal nimmt, füllt die Akkus. Denn das Rekuperationssystem bremst das Fahrzeug, indem es Strom produziert und einlagert.

Reichweite völlig alltagstauglich

„Man gewöhnt sich schnell an ein E-Auto und die neue Fahrweise“, erzählt der Familienvater. „Mit einem herkömmlichen Motor unterwegs zu sein, finde ich fast schon ein bisschen komisch.“ Dass ihm sein neues Auto so viel Spaß machen würde, war Dr. Ulf Hambach noch gar nicht klar, als er sich Ende vorigen Jahres nach einem Ersatz für sein altes Cabrio umsah. „Dass es auf etwas Elektrisches heraus läuft, stand aber schnell fest“, erinnert er sich

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„Ich finde, dass sich in Sachen Mobilität etwas tun muss und ich wollte zumindest ein Stück weit Vorbild für andere sein.“ Nachdem er sich über mehrere unterschiedliche Modelle informiert hatte, fiel die Wahl schließlich auf den E-Golf. Die gute Beratung bei seinem Händler und vor allem das für ihn schlüssigste Gesamtkonzept gaben den Ausschlag. Dazu gehört zum Beispiel, dass ihm 30 Tage im Jahr und für weitere Fahrten ein Auto mit einem Verbrennungsmotor zur Verfügung steht. In den Urlaub kommen er, seine Frau und die beiden Töchter zwar auch mit dem zusätzlich vorhanden Familien-Van. „Aber es gibt ja hin und wieder auch andere Gelegenheiten, bei denen die reell 200 Kilometer Reichweite nicht genügen“, argumentiert der Arzt. Für seinen Alltag spielt das Thema Reichweite jedoch praktisch keine Rolle. Morgens zur Praxis und die Kinder auf dem Weg dorthin in der Schule absetzen, nachmittags wieder nach Hause und hier und da noch mal eine Taxifahrt für die Töchter: „Selten werden es am Tag mehr als 50 Kilometer“, weiß Dr. Ulf Hambach aus langer Erfahrung. Folgerichtig muss der E-Golf gar nicht jeden Tag ans Netz zum Aufladen.

Eigene Ladestation in der Garage

Eine Ladebox hat sich der Mediziner aber dennoch installieren lassen – mithilfe der evm-Pakete eMobilCheck und eMobilität. Ein Elektromeister überprüfte, ob die Installation einer solchen Stromtankstelle für zu Hause möglich ist, legte den richtigen Standort fest und montierte die Ladevorrichtung. „Das lief völlig unkompliziert und reibungslos ab“, erinnert sich der Bassenheimer. Mit der eigenen Stromtankstelle genügen rein rechnerisch viereinhalb Stunden, um die Akkus des E-Golfs komplett zu befüllen. Praktisch ist die Ladezeit deutlich kürzer. Zum einen fährt er die Batterie eigentlich nie komplett leer. Zum anderen hat Dr. Ulf Hambach die Ladestation so programmiert, dass sie den Tankvorgang stoppt, sobald 80 Prozent der Akkukapazität erreicht sind. Was sich zunächst komisch anhört, hat zwei gute Gründe: Es schont den Akku. Und es spart in diesem speziellen Fall auch noch Energie. Denn wenn sich Dr. Ulf Hambach gegen 7.00 Uhr auf den Weg zu seinen Patienten macht, fährt er praktisch nur bergab. Dabei produziert sein Golf via Rekuperation Strom. Und dieser muss irgendwo hin – deshalb braucht es im Akku morgens immer noch ein bisschen Platz.

Das E-Auto denkt mit

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Wie gut es dem Auto gelingt, spielerisch zum Sparen zu erziehen, zeigen die Verbrauchswerte. Die liegen aktuell im Mittel bei etwa 16 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. „Das dürfte sich noch deutlich verbessern“, prognostiziert er. Und wahrscheinlich hat er recht. Zumindest in den Monaten, in denen es weder Heizung noch Klimaanlage braucht. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Auto mit Verbrennungsmotor arbeitet die Heizung in einem E-Fahrzeug mit Energie aus dem Tank. Außerdem reagiert das Auto beim Versuch, die Grenzen der Akkus auszuloten: Fällt die berechnete Reichweite unter 60 Kilometer, schaltet der Golf ungefragt in den Eco-1-Modus, was die Beschleunigung spürbar bremst. Fährt der Arzt dann trotzdem weiter, provoziert er ab 30 Kilometer Restreichweite sein E-Mobil zur extremsten Form des Widerstands: Es schaltet in den Eco-2-Modus und damit alles ab, was nicht unbedingt nötig ist. „Ich gehe davon aus, dass sich solche Situationen meist vermeiden lassen“, gibt sich Dr. Ulf Hambach optimistisch.

Schlüssiges Konzept

Spaßfaktor und Praxistauglichkeit stimmen also. Aber wie sieht es mit Wirtschaftlichkeit und Umweltbilanz aus? Letztere lässt sich bescheinigen. Denn Dr. Ulf Hambach nutzt das Produkt evm-eMobilStrom, das ihm reinen Ökostrom mit einem Nachlass von 0,6 Cent pro Kilowattstunde bietet. Dafür, dass die Wirtschaftlichkeit passt, sorgen zudem Förderungen. Zugegeben – mit rund 33.000 Euro ist der E-Golf kein Schnäppchen. Zieht man davon die 2.000 Euro Förderung vom Staat, 2.000 Euro Zuschuss vom Hersteller und 350 Euro Umweltbonus von der evm ab, wird der Abstand zu einem vergleichbar ausgestatteten Benziner deutlich kleiner. Und durch die niedrigen Unterhaltskosten rechnet sich die Anschaffung nach kurzer Zeit. Denn Dr. Ulf Hambach fährt derzeit mit konkurrenzlosen 4,08 Euro pro 100 Kilometer. Dazu kommt eine indirekte Förderung durch eine Steuerersparnis: Bei der Ein-Prozent-Regelung zur privaten Nutzung von Dienstfahrzeugen veranschlagt das Finanzamt nur den Preis für das Auto ohne Akku. Angesichts dieser Erfahrungen verwundert das Resümee von Dr. Ulf Hambach nicht: „Die Entscheidung für den E-Golf war goldrichtig.“

Netzwerk E-Mobilität

Gemeinsam mit lokalen Autohäusern und Elektro-Fachhandwerkern engagiert sich die evm für die zukunftsweisende Antriebstechnik in der Region. Dazu bieten die Netzwerkpartner ein sinnvolles Komplettpaket – von der initialen Beratung beim Fahrzeugkauf über die Installation einer Ladebox bis ­zum Bezug von evm-Ökostrom und dem Angebot einer Ladekarte für rund 8000 E-Tankstationen im In- und Ausland.
Bei Fragen zur Elektromobilität helfen die Experten der evm telefonisch unter
0261 402-44444 und per Mail an energieberatung@evm.de weiter. Infos und
alle E-Mobilitätsprodukte der evm
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