Alles dicht?

Um das Sparpotenzial guter Wärmedämmfenster auszuschöpfen, müssen sie auch richtig eingebaut werden. Ein paar Tipps für Bauherrn, die selbst Hand anlegen.

Wenn beim Einbau gepfuscht wird, verpufft der Dämmeffekt neuer Fenster – mit der Wärme durch die Ritzen hinaus ins Freie. Um Wärmebrücken zwischen Rahmen und Mauerwerk zu verhindern, müssen Anschlussfugen lückenlos und luftundurchlässig abgedichtet werden, schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor. Die mittlere Abdichtung (Dämmebene) wird mit schall- und wärmedämmendem Material ausgefüllt, etwa mit Naturdämmstoffen wie Kork, Kokosfasern oder Flachs.

Wind- und Wetterschutz

Der Fugenfüllstoff muss laut EnEV den gleichen U-Wert haben wie der Fensterrahmen, um Feuchtigkeitsschäden abzuwenden. Die äußere Abdichtung muss „schlagregendicht“ sein, um die Fugen vor Wind und Wetter zu schützen, und trotzdem flexibel. Denn das Material der Fensterrahmen dehnt sich bei Wärme aus, das Dichtungsmaterial muss sich anpassen können. Stiftung Warentest empfiehlt deshalb von Bauschaum aus Polyurethan ab, der beim Verfugen häufig als Dichtstoff eingesetzt wird. Einmal ausgehärtet, wird er starr und kann durch Fugenbewegungen reißen. Dann drohen Wärmeverluste. Besser geeignet sind elastische Dichtleisten bzw. komprimierte Dichtungsbänder.