Smart Meter für alle?

Intelligente Stromzähler helfen beim Stromsparen. Ab 2017 werden sie Pflicht, allerdings zunächst nur für Großverbraucher.

Eine Spülmaschine, die mit dem Internet kommuniziert, um automatisch zu starten, wenn der Strom günstig ist – das ist keine Zukunftsmusik mehr. Voraussetzung für diesen technischen Fortschritt sind „smarte“ Messgeräte und Stromnetze. Aus dem Stromnetz wird via Internet ein Kommunikationsnetz. Intelligente Zähler übermitteln dem Energieversorger ständig Daten zum Stromverbrauch ihrer Kunden.

Clever messen

Der Einbau von Smart Metern soll laut Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) nur bei größeren Verbrauchern verpflichtend sein. Der Rollout erfolgt schrittweise: 2017 für Verbraucher mit mehr als 20.000 Kilowattstunden (kWh) Jahresbedarf, 2019 für Verbraucher mit mehr als 10.000 kWh und 2021 für Verbraucher mit mehr als 6.000 kWh. Haushalte, die weniger als 6.000 kWh im Jahr benötigen, sind von der Einbaupflicht ausgenommen ebenso wie kleine Ökostromproduzenten unter 7 Kilowatt. Einbau und Betrieb von Geräten werden wie bisher über die Entgelte für Messung und Messstellenbetrieb finanziert.

Was die Zähler können

Zudem wird es Kostenobergrenzen geben und Netzbetreiber dürfen den Rollout per Ausschreibung vornehmen. Zum Vergleich: Ein Haushalt mit vier Personen verbraucht im Jahr durchschnittlich 4.400 kWh. Intelligenten Stromzähler zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Gegensatz zu klassischen elektromechanischen Stromzählern den Energieverbrauch visualisieren und ihn differenzierter abbilden. So lassen sich beispielsweise die größten Stromfresser im Haushalt ermitteln. Das Wirtschaftsministerium erhofft sich durch den flächendeckenden Einbau der Geräte unter anderem, dass diese die Verbraucher zum Stromsparen anregen. Zugleich bekämen die Versorger eine bessere Datengrundlage.